GEWALTFREI GRENZEN ZEIGEN: Ebook, Workbook und mehr!

Du kannst manchmal nicht ertragen, wie dein(e) PartnerIn mit deinem Kind/deinen Kindern umgeht? Du wünscht dir so sehr, dass ihr einen gemeinsamen bedürfnisorientierten und bindungsorientierten Weg findet? Das, was du erzählst, wird als „Psychokram“ abgetan oder du hörst: „Mir hat das früher auch nicht geschadet?“

Ich möchte dich mit diesem Blogbeitrag dabei unterstützen, deine(n) PartnerIn zu erreichen und dir Wege aufzeigen, wie ihr zusammenfinden könnt.

 

Wie wichtig ist es für dein Kind, dass ihr „gleich“ erzieht?

Ich habe hierzu eine ganz klare fachliche Meinung und bin der Überzeugung, dass es Kindern sogar hilft, ihre Eltern mit unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnissen wahrzunehmen.
Ich möchte euch als Eltern deshalb von dem Druck erlösen, immer im Gleichschritt zu fahren und möchte euch aufzeigen, was Kinder über die unterschiedliche Persönlichkeiten ihrer Eltern lernen:

WAS KINDER LERNEN:

Es gibt Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und jedem ist etwas anderes mehr oder weniger wichtig.
Ich lerne als Kind, mich in unterschiedliche Menschen einzufühlen.
Ich lerne mich an unterschiedliche Situationen anzupassen.
Über die unterschiedlichen Erfahrungen mit Mama und Papa lerne ich dazu.
Bsp.: Papa zeigt mir, mutig zu sein und mir etwas zuzutrauen. Mama ist sehr fürsorglich und kümmert sich um mich. Sie lehrt mich auch mal „Angst“ zu haben, damit ich mich nicht gleich verletze.

WICHTIG FINDE ICH ALLERDINGS FÜR KINDER EINE GROBE ORIENTIERUNG für dein Kind, die von beiden Elternteilen ausgeht. Ein Beispiel aus meinem Leben:

WERT RESPEKT:

Für mich ist GEMEINSCHAFT: Ich möchte mich am Wochenende mit Freunden treffen.
Für meinen Partner ist GEMEINSCHAFT: Er möchte gemeinsam das Abendessen beginnen.

Ich bin ganz ehrlich:
Von meiner Seite aus könnte auch vorher begonnen werden zu essen, doch akzeptiere ich seine Umsetzung des Wertes Gemeinschaft und versuche ihn da anzunehmen, wie er ist.

Was du noch heute tun kannst:

LEGE MIT DEINEM PARTNER 4 WERTE fest, die ihr gemeinsam vermitteln wollt. Betont dann gemeinsam immer, wie wichtig diese Werte sind. Völlig in Ordnung ist dann, wenn du und dein(e) PartnerIn etwas anderes darunter versteht.
Sprecht darüber, was ihr beide konkret unter diesem Wert versteht und lernt euch darüber besser zu verstehen.
Versucht gegenseitig zu akzeptieren, was sich der jeweils andere wünscht und unterstützt euch vor euren Kindern gegenseitig.

Beispiel: „Du weißt ja. Papa ist wichtig, dass wir gemeinsam beginnen zu essen. Er möchte, dass wir gemeinsam anfangen, weil ihm Gemeinschaft wichtig ist. Möchtest du ihn dabei unterstützen?“

 

Ihr seid euch trotzdem immer wieder uneinig und wollt gerne eine gemeinsame Elternschaft leben?

Dafür habe ich 5 Tipps, wie ihr als Paar einen gemeinsamen Weg findet, wenn sich eure Erziehungsvorstellungen stark unterscheiden:

1) Versuche in Situationen, in denen dein Kind von deinem Partner nicht gewaltvoll behandelt wird, nicht einzugreifen oder deinen Partner zu belehren. Es ist in Ordnung, dass dein Kind auch andere Umgangsweisen kennenlernt.

2) Greife dann ein, wenn dein Kind Schutz braucht. Reagiere dann sofort und nimm in Kauf, dass
ihr als Paar danach einen Konflikt habt. Sage z.B.:
„Hey, du bist gerade total sauer. Komm ich übernehme ab hier.“
„Hey! Ich kümmere mich. Nimm dir ruhig kurz eine Auszeit.“

3) Suche nach dem Vorfall das Gespräch, sobald die Gefühle deines Partners sich wieder beruhigt haben. Sprich darüber, wie du dich in den Momenten fühlst, wenn er die Kinder so behandelt:
Beispiel:
„Ich bin richtig geschockt gewesen, weil es mir so wichtig ist, dass unser Kind sich wertvoll fühlt. Da ich mich viel mit dem Thema beschäftige, weiß ich inzwischen, dass mir xy wichtig ist. Ich will mit dir einen gemeinsamen Weg finden…“

4) Versuche den Blick darauf zu richten, was dein Partner mit den Kindern aus deiner Sicht richtig gut macht und wertschätze dieses Verhalten. So verhinderst du, dass er sich von dir ständig belehrt und bevormundet fühlt und sich deswegen bei diesem Thema ganz verschließt
Beispiel:
„Ich bin immer so happy, wie du mit den Kleinen spielst. Das ist so eine große Unterstützung für mich, weil ich Rollenspiele anstrengend finde.“
Traue deinem Kind zu, dass es durch die unterschiedliche Behandlung keinen Schaden nimmt, sondern lernt mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlich stark ausgeprägten Bedürfnissen zurecht zu kommen.
Dein Kind lernt dann z.B., dass bei Papa Ruhe am Essenstisch wichtig ist und dass das bei Mama weniger wichtig ist. Oder es lernt, dass Ordnung für dich besonders wichtig ist, wohingegen dein Partner auch mit einer unordentlichen Wohnung gut leben kann.

5) SPRECHT OFFEN MIT DEINEM KIND DARÜBER, WORIN SICH EURE VORSTELLUNGEN UNTERSCHEIDEN und fragt euer Kind immer wieder auch nach seiner Meinung, sobald es ca. 3-4 Jahre alt ist.
Dann ist es nämlich zunehmend in der Lage sich in euch hineinzuversetzen und lernt mehr und mehr zu kooperieren und dazu beizutragen, dass es jedem in der Familie gut geht.

Es hilft auch, Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wie gelingt es euch einen gemeinsamen Weg zu finden?
  • Was würdest du anderen Eltern raten?
  • Was hilft euch, um bei Differenzen zu diesem Thema wieder zusammenzufinden?

 

Erkenne deine innere Haltung

Neben den 5 Tipps möchte ich dich noch einladen, deine Haltung und die Haltung deines Partners klar zu erkennen. Reflektiere für dich, welches Verhalten deines Partners/deiner Partnerin dich sehr stört!
Überlege mit dem folgenden Satzanfang, was dir stattdessen wichtig wäre:
Mir ist in unserer Familie wichtig, dass …

Deine innere Haltung kann dir und deinem Partner dabei helfen, einen friedvollen Weg mit deinem Kind zu finden. Dein Kind spürt dann über deine innere Haltung, dass es gesehen und verstanden wird.

 

Weitere Tipps und Anregungen

Ich habe bei Instagram ein LIVE Q&A zum Thema „Unterschiedliche Erziehungsvorstellungen“ geführt. Dort beantworte ich Fragen, die meine Community mir dazu gestellt hat.
>>Hier geht’s zum LIVE Q&A

Schreib mit gerne in den Kommentaren:
WELCHES GEFÜHL UND VERHALTEN DEINES KINDES TRIGGERT DICH ODER DEINEN PARTNER?
WIE GEHT IHR UNTERSCHIEDLICH DAMIT UM?

 

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Ich freue mich sehr auf dich!

Deine Martina

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