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Mit diesem Blogbeitrag zum Thema Wutausbrüche möchte ich dir zeigen, wie du dein Kind mit seiner Wut so begleiten kannst, dass es gesunde und sozial verträgliche Strategien lernt, mit Wut umzugehen.

 

Die gefühlt unbändige Wut deines Kindes

Plötzlich ist sie da und manchmal fragst du dich völlig fassungslos, wo sie hier kommt.

Die gefühlt unbändige Wut deines Kindes.

Gerade eben war noch alles in Ordnung und wie aus dem Nichts wirft sich dein Kind auf den Boden, schlägt um sich oder versucht dich oder andere zu schlagen.

Vielleicht macht dein Kind auch etwas kaputt oder schreit so laut, dass du es kaum mehr ertragen kannst.

Du selbst durftest als Kind diese Wut vielleicht nicht zeigen.

Du selbst solltest sofort damit aufhören, als du wütend warst und hast gelernt:  “Ich bin nicht wertvoll, wenn ich wütend bin!”

Kein Wunder ist es also, dass es uns dann schwer fällt die Wut des eigenen Kindes nicht negativ zu bewerten.

 

“Da gibt es jetzt überhaupt keinen Grund so wütend zu sein!”

Hast du solche Sätze als Kind gehört, als du wütend warst?

UND WIE ES EINE GRUND GIBT! Dein Kind hat immer einen Grund, wenn es wütend ist, weil es selbst von seiner Wut übermannt wird. Es sucht sich nicht aus wütend zu sein. Es kann seine Wut noch nicht regulieren.

Hast du diesen Satz als Kind gehört, wenn du wütend warst, oder vielleicht auch:

  • Stell dich jetzt nicht so an!
  • Ist doch nicht so schlimm!
  • Reiß dich jetzt zusammen!
  • Hör sofort auf wütend zu sein!
  • Wenn du noch einmal so ausflippst, dann…
  • Das will ich nie wieder erleben, dass du so wütend bist…

Wenn du als Kind diese Sätze gehört hast, als du wütend warst, hast du gelernt:

  • Ich bin mit meinem Gefühl Wut nicht ok!
  • Mit mir stimmt etwas nicht, also bin ich nicht ok.
  • Ich bin es nicht wert.

 

“Mein Kind, ich nehme dich an, mit deiner Wut und begleite dich durch jeden Wutausbruch!”

Hier sind nun Beispiele, wie DU mit der Wut deines Kindes umgehen kannst. Diese Haltung hilft dir, damit dein Kind sich von dir in seiner Wut gesehen und gehört fühlt:

  • Ich bin bei dir und lasse dich nicht mit deiner Wut alleine!
  • Ich beschütze mich und dich, damit du in deiner Wut niemand weh tust.
  • Ich zeige dir gesunde Strategien auf, wie du deine Wut ausdrücken kannst.
  • Je öfter ich dir dabei helfe, deine Wut zu regulieren, umso mehr lernst du, deine Wut selbstständig zu regulieren. Das braucht viel Zeit, die ich dir gebe.
  • Ich nehme dich an mit deiner Wut und zeige dir gleichzeitig, welches Verhalten für andere schädlich ist. Denn das weißt du selbst noch nicht. Dafür brauchst du mich als Leuchtturm!
  • Ich halte und führe dich durch deinen Wutausbruch. Wenn ich dich kurz festhalten muss, um mich oder dich zu schützen, mache ich das aus einer sehr liebevollen und fürsorglichen Haltung heraus.
  • Sobald deine Wut verfolgen ist, kuschele ich ganz viel mit dir, damit du dich genauso angenommen fühlst, so wie du bist.

 

“Mama/Papa! Geh weg! Lass mich in Ruhe, wenn ich wütend bin.”

Viele Kinder möchten ihre Wut für eine kürzere oder auch längere Zeit ohne körperliche Nähe ausleben. Viele Kinder brauchen am Anfang eines Wutausbruchs ihre Ruhe und wollen dann z.B. auch, dass ihre Eltern “ihre Klappe halten ;).

Einfühlübung:

Stell dir vor, du bist richtig sauer, dass etwas nicht geklappt hat und es kommt eine Person, um dich zu umarmen. In dir drin weißt du zwar, dass dir das gut tun würde, allerdings bist du vielleicht NOCH NICHT bereit für diese körperliche Nähe.

Gleichzeitig würde es dir trotzdem gut tun, wenn diese Person dann in deiner Nähe bleibt oder dir zumindest signalisiert. “Ich bin für dich da und lass dir die Zeit die du brauchst!”

DESHALB REAGIERE SO, WENN DEIN KIND DICH ZUNÄCHST “WEGSTÖßT”:

  • “Du brauchst deine Ruhe. Ich weiß!”
  • “Ich bin da, wenn du mich brauchst und gehe solange ins Wohnzimmer.”
  • “Ich schaue gleich nochmal nach dir.”
  • “Ich lasse dir die Zeit, die du brauchst und erwarte nicht, dass es sofort vorbei ist.”
  • Probiere immer wieder nach wenigen Minuten einen neuen Annährungsversuch und biete deine Nähe an.

 

Das Gespräch nach einem Wutausbruch

Sobald dein Kind sich beruhigt hat und DAFÜR BEREIT IST, kannst du ab ca. 3 bis 4 Jahren ein Gespräch mit deinem Kind führen.

Ein Gespräch über seine Wut, das z.B. so aussehen kann:

  • “Da warst du gerade richtig, richtig wütend. Wo wohnt denn die Wut in dir? Ist sie im Hals oder im Bauch? Beim nächsten Mal, weißt du wo sie wohnt.“
  • „Was hat dir denn geholfen, damit die Wut rausgekommen ist? Komm, wir üben das nochmal zusammen.“

Beispiele:

  • Wut rausschütteln
  • Wut rausatmen
  • Wut durch Fäuste ballen rauslassen

„Beim nächsten Mal, wenn die Wut kommt, weißt du genau, was dir hilft. Wollen wir ein Zeichen ausmachen, damit du dich daran erinnerst (z.B. über den Kopf streicheln).”

WICHTIG!

Rede so wenig, wie möglich auf dein Kind ein, während es in seinem starken Gefühl steckt. Es kann dir nicht zuhören und ist damit überfordert. Dieses Gespräch kannst du manchmal auch Tage später noch mit deinem Kind führen und du brauchst es auch nicht jedes Mal führen, sollte dein Kind nicht dafür bereit sein.

 

Jetzt du! Schreib mit gerne in den Kommentaren:

WAS NIMMST DU MIT AUS MEINEM BLOGBEITRAG ZUM THEMA UMGANG MIT WUTAUSBRÜCHEN?

UND IN WELCHEN SITUATIONEN BIST DU MIT WUTAUSBRÜCHEN DEINES KINDES ÜBERFORDERT?

 

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In 5 Schritten zeige ich dir, wie du deinem Kind dabei hilfst, seine Wut zu regulieren. Ebenso erfährst du, wie du unnatürlich vielen Wutausbrüchen bedürfnisorientiert vorbeugen kannst.

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Alles Liebe

Martina

 

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