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„Du bist so gemein!“, „Nie darf ich was!“, „Ich hasse dich!“, „Lass mich in Ruhe!“.
Ich will dich nie wieder sehen!“. Kennst du solche Sätze von deinem Kind?
Einerseits kannst du im Alltag natürlich auch nicht immer alles ausdiskutieren. Andererseits ist es dir wichtig, dein Kind mit seiner Meinung ernst zu nehmen.

Gleichzeitig kommst du genau deswegen immer wieder an deine Grenzen, weil dein Kind in dich in Grund und Boden argumentiert?
Ziel in der Erziehung ist es nicht, Konflikten mit deinem Kind aus dem Weg zu gehen, sondern immer wieder neu nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Diese Lösungen findet ihr am besten in Form von Kompromissen und gleichzeitig gibt es manchmal Entscheidungen, die du zum Wohl deines Kindes triffst – auch wenn das zu starkem Frust führt.

Was du tun kannst, um deinem Kind eine gesunde Streitkultur zu vermitteln, erfährst du in diesem Blogartikel.

WICHTIG: Bitte beachte die folgenden Anregungen, dem Alter deines Kindes entsprechend, anzupassen.

 

Anregung 1: Übersetze das Verhalten oder Aussagen deines Kindes in Gefühle und Bedürfnisse

Oft wollen Kinder durch auffälliges Verhalten oder drastische Äußerungen eigentlich folgendes sagen:
„Mama/Papa, ich habe ein starkes Gefühl und weiß überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich bin überfordert und in Not. Hilf mir und sei für mich da.“

In diesen Momenten ist es deshalb wichtig, dein Kind nicht zu verurteilen, sondern zu übersetzen, was dein Kind dir EIGENTLICH sagen möchte und deinem Kind das Gefühl (nicht das Verhalten) zu erlauben.

Versuche dir klar zu machen, dass dein Kind nicht gegen dich, sondern FÜR SICH handelt und es abhängig davon ist, dass du es durch seine starken Gefühle hindurch begleitest.

Ein konkretes Beispiel für dich:
„Du hast gerade xy gesagt. Kann es sein, dass du gerade stinkesauer bist, weil du eigentlich noch zu deinem Freund möchtest? Du darfst sauer sein.“

 

Anregung 2: Benenne völlig klar, wie du dich fühlst und welche Bedürfnisse du hast

Dein Kind lernt an deinem Beispiel, klar auszudrücken, wie es sich fühlt. Sage in Momenten des Konflikts z.B.: „Ich bin gerade auch richtig genervt (Gefühl), weil ich nicht schon wieder mit dir streiten will (Bedürfnis Harmonie). Ich möchte mit dir eine Lösung finden.”

 

Anregung 3: Erkläre deinem Kind, welcher Wert hinter deiner Entscheidung/deinem Bedürfnis steht

Nachvollziehbares Erziehungsverhalten ist für die gesunde emotionale kindliche Entwicklung entscheidend. Es ist zwar anstrengend, immer alles zu erklären. Gleichzeitig kannst du es dir durch folgende Sätze etwas einfacher machen, um nicht gefühlt „stundenlang“ dein Verhalten rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:
· „Mir ist wichtig, dass du gesund bleibst (Wert Gesundheit). Deshalb entscheide ich das heute so.“
· „In unserer Familie achten wir aufeinander. Deswegen lassen wir uns gegenseitig aussprechen.“
· „Ich habe als deine Mama/dein Papa die Verantwortung für dich. Deswegen entscheide ich das so.“
· „Auch wenn das für dich gerade schwierig ist, ich bleibe bei meiner Meinung, weil deine Gesundheit mir wichtig ist.“
· „Ich weiß, dass du anderer Meinung bist. Ich bin die Erwachsene/der Erwachsene und kümmere mich um dich. Deswegen entscheide ich das so.”

 

Anregung 4: Verhandle mit deinem Kind

Elterliches Erziehungsverhalten muss weder hundert Prozent konsequent noch hart oder starr sein. Mach deinem Kind klar, um was es dir geht, und zeige dann in Fällen, in denen es nicht „um Leben und Tod“ geht, Kompromissbereitschaft.
Sage z.B.:
· „Na gut, dann lass mal hören, warum dir das gerade so wichtig ist. Deine Meinung ist mir wichtig. Ich möchte dich verstehen.“
· „Das scheint gerade ganz schwer für dich zu sein. Möchtest du mir erklären, warum du so sauer bist?“
· „Ich bin auf deiner Seite. Wir finden eine Lösung.“
· „Du möchtest xy, ich möchte xy. Wir brauchen einen Kompromiss. Hast du Ideen?”
· „Ok – ich bin bereit meine Meinung zu ändern. Ich brauche dafür allerdings deine Verlässlichkeit. Schaffst du es dann, wirklich pünktlich zu Hause zu sein?“
Diese Form von „Verhandeln“ ist anstrengend und zeitaufwändig und du denkst dir jetzt vielleicht: „Wann soll ich das bitte machen und was soll das bringen?“.

Gerne erkläre ich dir, was dein Kind durch diese Form zu verhandeln lernt:

1) Es lernt, Kompromisse einzugehen und selbst kompromissbereiter zu werden.
2) Es lernt, dass es durch gute Argumente etwas erreichen kann und nicht ohnmächtig und hilflos ist.
3) Es lernt, dass es geachtet und respektiert wird.
4) Es lernt, selbst nach guten Lösungen in Konflikten zu suchen und gute Entscheidungen für sich zu treffen.

 

Anregung 5: Versöhne dich SCHNELL wieder mit deinem Kind

Egal was passiert – egal wie sehr sich dein Kind daneben benimmt. Egal wie laut es zwischen euch wurde.
Suche SCHNELL wieder den Kontakt zu deinem Kind, sobald sich eure Gemüter beruhigt haben. Mache den ersten Schritt und spring über deinen Schatten.
Wenn du deinem Kind nämlich durch „die kalte Schulter“ oder „Ignoranz“ zeigen möchtest, wie sehr es dich mit seinem Verhalten verletzt hat, machst du ihm ein Schuldgefühl. Du machst dein Kind dann verantwortlich für die Gefühle, die es in dir ausgelöst hat.
DENKE IMMER DARAN: „Dein Kind kann nur Gefühle in dir auslösen, es ist nicht verantwortlich für deine Gefühle und es ist abhängig von deiner Liebe.“

Warte also ab, bis du dich beruhigt hast. Geh ins Kinderzimmer und sage z.B.:

· „Ich liebe dich, auch wenn du wütend bist und ich gerade furchtbar genervt war.“
· „Du darfst wütend sein. Gleichzeitig möchte ich mit dir darüber sprechen, wie wir uns gerade verhalten haben.“
· „Ich mag dich immer noch genauso wie vor unserem Streit. Gleichzeitig brauchen wir beim nächsten Mal eine andere Lösung.“
· „Wir waren beide nicht gerade besonders freundlich. Wollen wir nochmal in Ruhe nach einer Lösung suchen?“

 

Anregung 6: Findet Vereinbarungen, die destruktiven Streit vermeiden

Mal ganz ehrlich:
Sind es nicht immer die gleichen Situationen, in denen es bei euch zu Hause heiß her geht? Dein Kind will sein Handy nicht abgeben, will noch länger zocken oder hat überhaupt keine Lust, im Haushalt zu helfen? Vielleicht weigert sich dein Kind auch, seine Spielsachen aufzuräumen, beschwert sich übers Essen oder hört einfach nicht auf dich?

In diesen Fällen empfehle ich euch eine kleine Familienkonferenz, in der jeder/r einfach mal sagen darf, was ihn bei euch zu Hause ankotzt. Lasst euch gegenseitig ausreden und lasst es einfach nur so stehen.
Danach sucht ihr gemeinsam nach Vereinbarungen, die für alle in Ordnung sind.

Bsp: Das kannst du sagen:
· „Jeden Tag beim Abendessen sagt ihr, dass euch das Essen nicht schmeckt. Mir ist eine schöne Stimmung beim Essen wichtig. Wie können wir das hinkriegen? Habt ihr Ideen, damit das Essen für euch leckerer wird?“
· „Ich bin unzufrieden. Jeden Tag räume ich alleine die ganze Wohnung auf. Ich
wünsche mir mehr Unterstützung. Was können wir tun?“

Sprecht auch immer wieder in Ruhe mit euren Kindern darüber, wie andere Menschen sich fühlen, wenn bestimmte Verhaltensweisen gezeigt werden (z.B. ständiges Meckern) und übt mit euren Kleinen Perspektivübernahme.
So gelingt es deinem Kind – aus sich heraus – mehr und mehr sozial verträgliche Verhaltensweisen zu entwickeln und mit Gefühlen umzugehen (z.B. statt meckern das Bedürfnis nennen).

Wenn ihr MEHR über diese Form der Bindungssprache lernen möchtet, seid ihr in meinem Bindungskurs genau richtig aufgehoben.
Im Kurs lernst du durch Rollenspielvideos, wie du in Konfliktsituationen auf dein Kind reagieren kannst. Gleichzeitig erfährst du im Kurs, bereits rechtzeitig feinfühlig auf dein Kind zu reagieren, damit es gar nicht mehr so oft zu Konflikten zwischen euch kommt.

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