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Trennungsschmerz ist ein Urgefühl, das liebevolle Begleitung einer Bezugsperson braucht. Auf diese Weise meistert das Kind eine essenzielle Entwicklungsaufgabe! Wie deinem Kind der tägliche Abschied leichter fallen kann, wenn es in die KiTa/den Kindergarten kommt, erfährst du in diesem Blogartikel.

GANZ WICHTIG: Es gibt auch Kinder, die ihre Trennungsangst durch andere Verhaltensweisen neben WEINEN zeigen. Beobachte dein Kind, ob vielleicht manchmal hinter aggressivem Verhalten eine Verlustangst stehen könnte.

Wie ausgeprägt und häufig Kinder Trennungsängste haben, ist außerdem von folgenden Faktoren abhängig:
Temperament des Kindes
Entwicklungsstand
Erfahrungen mit Trennungen
Innere Haltung der Eltern etc.

Es gibt auch Kinder, die kaum Trennungsängste zeigen, die trotzdem sehr sicher an ihre Eltern gebunden sind. Ganz häufig sind das Kinder, die grundsätzlich eher draufgängerisch sind.

Falls dein Kind Trennungsängste zeigt, können dir schon die folgenden Impulse für deine innere Haltung helfen.

 

Deine innere Haltung bei Trennungsschmerz

Häufig durften Eltern, als sie selbst Kinder waren, ihre negativen Gefühle nicht zum Ausdruck bringen. Diese Erfahrungen können heute in der Elternschaft dazu führen, dass Weinen, Schreien, Wüten etc. deines Kindes dich sehr stark triggert und unerträglich für dich  erscheint.

Deswegen ist es so unendlich wichtig, deine innere Haltung zu verändern. Sollte dir das sehr schwer fallen, könnte es eine große Erleichterung für dich sein, nach deinen Triggern zu suchen.

So wirst du zunehmend mehr in der Lage sein, die starken Gefühle deines Kindes wertfrei anzunehmen und dein Kind dabei empathisch zu begleiten.

 

Die Vorbereitung auf die Trennungssituation

Du kannst dein Kind seelisch und gedanklich auf die anstehende Trennungssituation vorbereiten. Sobald Abfolgen bereits zu Hause durchgespielt wurden, weiß dein Kind, dass du wirklich nach dem Mittagschlaf oder dem Mittagesse wieder kommst.

Wichtig ist dabei:

  • Sag klar, wann du wieder kommst (nach der KiTa)
  • Sprecht die Abfolge, vielleicht auch mit Hilfe von Bildkarten/einem Tagesplan genau durch.
  • Spielt in Rollenspielen Trennungssituationen nach. ALLE GEFÜHLE HABEN DARIN IHREN RAUM.
  • Spielt Spiele, wie Verstecken, in der die Mama/der Papa immer wieder kommt.
  • Übt kleine Trennungssituationen mit erst kurzen und dann immer längeren Zeitabständen, damit dein Kind sie meistern lernt.
  • Schaut euch Kinderbücher an, die die Trennungssituation aufgreifen.

 

Und was ist, wenn du gehen möchtest und dein Kind ist noch nicht soweit?

Du verlässt dein Kind mit einem schlechten Gewissen und wünschst dir nichts mehr als ein Lächeln auf dem Gesicht deines Kindes? Du möchtest bei ihm bleiben und gleichzeitig gehen, weil….

1) diese innere Zerissenheit lässt dich ohnmächtig, hilflos, schuldig und verzweifelt fühlen.

2) dir ist Verbundenheit, Fürsorge und die seelische Gesundheit deines Kindes am Herzen.

3) dein Unterbewusstsein erinnert sich vielleicht an Situationen, in denen du mit deinen Trennungsschmerzen allein gelassen oder du sogar dafür verurteilt wurdest.

Was auch immer dich bewegt in dieser Situation: DU BIST GUT SO WIE DU BIST UND DEINE GEFÜHLE HABEN IHRE BERECHTIGUNG!

Ich wünsche mir so sehr für dich, dass dir diese ersten Impulse etwas mehr Sicherheit und Vertrauen schenken.

Im Folgenden habe ich noch 9 Tipps für dich zusammengefasst, wenn dein Kind in die Kindertagesstätte/Kinderkrippe kommt und wie der tägliche Abschied leichter wird:

  1. Akzeptiere deine eigenen Trennungsschmerzen und Verlustängste und verurteile dich nicht dafür. Versuche dein Kind trotzdem zu ermutigen und deine Haltung zu ändern: Sehr bedeutend ist, dass nicht nur dein Kind, sondern vor allem auch du bereit bist, dein Kind „zu neuen Ufern“ aufbrechen zu lassen. Mütter berichten im Vergleich zu Vätern von sehr starken Verlustängsten und Trennungsschmerzen, wenn ihr Kind in eine Kindertagesstätte kommt. Dies ist völlig natürlich, da Mütter über die Schwangerschaft und das Stillen etc. eine ganz besonders innige Bindung zu ihrem Kind aufgebaut haben. Wenn du diesen Schmerz und die Trauer nach außen trägst, wird dies dein Kind spüren. Zum einen wird dem Kind dadurch vermittelt, dass du es ihm noch nicht zutraust, den Hafen zu verlassen, und zum anderen möchte dein Kind dann lieber bei dir zu Hause bleiben, damit du nicht mehr traurig bist.
  2. Das Elternteil, das weniger Trennungsschmerz und Sorge empfindet, könnte aufgrund des 1. Tipps geeigneter sein, das Kind in der Kindertagesstätte zu verabschieden. Auch wenn du die Erfahrung machst, dass dein Kind z.B. beim Papa weitaus weniger „Theater“ bei der Verabschiedung macht, heißt das keineswegs, dass du versagt hast. Du hast einfach nur eine sehr enge Verbindung und hast das Bedürfnis, dein Kind zu beschützen. Das ist sehr nachvollziehbar und zeigt nur die enge Bindung für dein Kind. Lass zu, dass dein Partner dich diesbezüglich unterstützt und ergänzt. Du wirst dann auch schnell selbst zuversichtlicher werden, dass dein Kind gut damit umgehen kann.
  3. Bereite dein Kind in Spielsituationen auf die neue Einrichtung vor: Spiele mit deinem Kind „das Kind im Kindergarten“ und stelle bewusst Situationen nach, wie die Mama dem Kind freudig zuwinkt und spiele auch, wie sie ihr Kind wieder abholt, und danach zusammen Mittag isst oder Ähnliches. Playmobilfiguren können hierfür auch sehr hilfreich sein. Dein Kind hat so durch die spielerische Situation bereits eine Vorstellung davon, was es erwartet, wodurch Ängste reduziert werden können.
  4. Klare Morgen- und Abschiedsabholrituale entwickeln: Finde für dein Kind passende, kurze Rituale, die deinem Kind Halt, Nähe und Zuneigung vermitteln. Nimm dir die Zeit in der Früh, diese Rituale in Ruhe nach demselben Ablauf zu verfolgen. Beispiele Morgenrituale: gemeinsames Kuscheln im Bett, schöne Musik am Morgen, gemeinsames Frühstück in guter Stimmung, kleine ermutigende Sprechreime für den Tag, die du deinem Kind vorsagen kannst usw. Beispiele für Abschiedsrituale: Abschiedskuss an der gleichen Stelle in Anwesenheit derselben Erzieherin, „Mama geht jetzt arbeiten und holt dich danach gleich wieder ab!“, winken und dabei ermutigend lächeln und gehen.
  5. Bereite dein Kind jeden Morgen auf die Situation vor: Sprich z.B. beim Frühstück schon völlig selbstverständlich über den Tagesablauf. Beispiel: „Nach dem Essen ziehen wir uns an und dann gehst du in die Kinderkrippe. Mama sagt dann Tschüss und winkt. Sie geht arbeiten und holt dich danach gleich wieder ab.“
  6. Verabschiede dein Kind mit Vertrauen in dein Kind und in die ErzieherInnen: Sagt dir vor, dass dein Kind in guten Händen ist und vertraue darauf, dass es die Zeit gut überstehen wird. Wenn du wieder arbeiten gehst, ist es besser für dein Kind, selbstbewusst dahinter zu stehen, als sich Schuldgefühle und Vorwürfe dafür zu machen. Versuche zumindest diese Gefühle vor deinem Kind zu verbergen, um es nicht zusätzlich zu verunsichern.
  7. Bring dich in die „KiTa / KiGa-Familie“ mit ein: Wenn du als Mama/Papa in der Kinderkrippe einen vertrauten Umgang mit dem Personal führst und den ErzieherInnen Wertschätzung, Achtung, Hilfe und Anerkennung entgegenbringst, wird sich dies positiv für dein Kind auswirken.
  8. Baue eine wertschätzende und freundschaftliche Beziehung zu den ErzieherInnen auf: Versuche in der Kinderkrippe wenige für dein Kind geeignete „BezugserzieherInnen“ – verstärkt in der Eingewöhnungsphase – miteinzubeziehen und spiegele diesen Personen wieder, dass sich dein Kind besonders wohl bei ihnen fühlt bzw. bring diesen ErzieherInnen ganz besondere Wertschätzung entgegen. So kannst du vielleicht erreichen, dass diese eine engere emotionale Bindung zu deinem Kind aufbauen – aus Loyalität zu dir.
  9. Freu dich über die neu gewonnene Freiheit und strahle diese Freude aus: Schön wäre es, wenn du es auch wirklich genießen kannst und dankbar dafür bist, wieder eine weitere Form von Anerkennung/Erfüllung über die Arbeitswelt zu bekommen. Gestalte deine freie Zeit möglichst wertvoll und erfüllend für dich selbst. Wenn es dir gelingt, durch deine Berufstätigkeit einen erfüllenden Ausgleich zur Mutterschaft zu kreieren, wird dein Kind von dieser Ausgeglichenheit profitieren.

Ich wünsche mir so sehr, dass dir diese Tipps mehr Sicherheit und Vertrauen schenken!

Schreib mir gerne in den Kommentaren:

WIE GEHST DU MIT DEM TRENNUNGSSCHMERZ DEINES KINDES UM?

 

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Ich freue mich sehr auf dich!

Deine Martina

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