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In diesem Blogbeitrag geht es hier um mein großes Herzensthema. Ich bin seit vielen Jahren Grundschullehrerin und Schulberaterin und versuche in meiner Arbeit täglich Brücken zu bauen zwischen PädagoInnen und LehrerInnen, damit Kinder sich in der Schule sicher und geborgen fühlen können.

Meine Vision ist es, dass Kinder sowohl beim Schulstart als auch in der gesamten Schulzeit bedürfnisorientiert begleitet werden.

In meiner Beratungstätigkeit begleite ich Kinder, Eltern und Lehrer bei Trennungsängsten, Schulängsten, Prüfungsängsten und sonstigen Herausforderungen, die die Schulzeit manchmal mit sich bringt.

In der Mittelschule, in der ich auch beratend tätig bin, durfte ich bereits viel darüber lernen, mit welchen emotionalen Herausforderungen Kinder im Jugendalter konfrontiert sind und wie schwer es oft für sie ist, sich Erwachsenen zu öffnen.

 

Die Grundschulzeit ist als Basis für eine gelingende Schulzeit zu begreifen

Deshalb entscheidet diese Zeit maßgeblich darüber, welche Gefühle beim Kind im Zusammenhang mit Lernen und Schule ausgelöst werden.

Ich sehe es als große Verantwortung und gleichzeitig als Lehrerin von 26 Kindern als große Herausforderung den Bedürfnissen meiner einzelnen Kinder gerecht zu werden.
Nicht selten bin ich deswegen vor allem emotional überfordert, weil ich mir so sehr wünsche, dass es jedem Kind in meiner Schulklasse gut geht.

Ich begleite meine Kinder ohne Belohnung und Bestrafung und mache darüber ganz wundervolle Erfahrungen und ich versuche diese beziehungsorientierte Begleitung von Kindern an viele Eltern und LehrerInnen in Form von Fortbildungen weiterzugeben.

Ich erlebe so unglaublich viele wundervollen PädgagoInnen, die mit so viel Herzblut und Einsatz Kinder begleiten und offen sind für Neues. Natürlich stoße ich allerdings auch hier manchmal auf PädagoInnen, die noch nicht bereit sind, ihre Sichtweise für mehr Beziehung mit Kindern zu öffnen. Ich wünsche mir so sehr mehr gegenseitiges Verständnis und Einfühlung füreinander, damit KINDER spüren: “Meine LehrerInnen und meine Eltern nehmen sich gegenseitig an. Deswegen kann ich mich dort wohl fühlen!”

 

Tipps, um dein Kind zu stärken

So können Eltern ihr Kind stärken: Ein Kind fühlt sich meiner Erfahrung nach dann wohler in der Schule, wenn…

• es zu Hause einen sicheren Hafen hat und gleichzeitig Autonomie erlaubt und gefördert wird.
• es alle Materialien und Hausaufgaben dabei hat und hier Unterstützung von zu Hause bekommt.
• meine Eltern nicht schlecht vor mir über die LehrerIn reden und versuchen Vertrauen zu haben.
• meine Eltern akzeptieren können, dass Schule auch manchmal negative Gefühle auslösen kann und diese zu Hause liebevoll und wertfrei begleitet werden.
• es zu Hause lernt, dass es aushalten kann, abzuwarten und nichts Schlimmes dadurch passiert.
• zu Hause Frustrationstoleranz durch natürliche Situationen im Alltag geübt wird (Bsp. mit Geschwistern).
• zu Hause Bildung und Wissen ein wichtiger Wert ist und auch Eltern Freude am Lesen und Lernen haben.
• Eltern sich für schulische Themen interessieren und Freude daran haben, ihr Kind beim Lernen zu begleiten.

 

“Kinder suchen in der LehrerIn ihre neue Bezugsperson!
Sie sind abhängig von ihrer/seiner bedingungslosen Liebe!”

Ja, es ist möglich, allen Kindern mit einer Grundhaltung entgegenzutreten, die von bedingungsloser Liebe geprägt ist.

Das hat natürlich viel damit zu tun, wie liebevoll PädagogInnen selbst mit sich umgehen und auch damit, wie be- oder entlastet PädagogInnen sind.
Deshalb ist es so wichtig, dass ALLES dafür getan wird, dass LehrerInnen diese bedingungslose Liebe geben KÖNNEN.

Ich denke hier an kleinere Schulklassen, mehr Personal, mehr Räumlichkeiten und ein Fortbildungsangebot das ermöglicht, Kinder ohne Strafen und Belohnung zu begleiten.

 

Vorbereitung auf den Schulstart – 7 Tipps

Tipps für dich:
1. Biete deinem Kind Vorschulhefte an und schau, woran dein Kind Freude hat. Wichtig: Erwarte gar nichts, sondern schau, was dein Kind von sich aus machen möchte.
2. Übt immer wieder selbstständiges Denken und Tun. Rede wenig auf dein Kind ein und gib nicht allzu viele Schritte vor. Lass es ausprobieren und selbst Lösungen finden, die vielleicht “unperfekt” sind.
3. Lernt den Schulweg, das Gebäude und die schulische Struktur davor kennen über Kinder, die schon älter sind, Bücher, Besuche in der Schule
4. Sprecht davor oft darüber, wie sich Kinder in der Schule fühlen, wenn sich alle an Vereinbarungen halten (nämlich sicher ;)). Übt Perspektivenübernahme.
5. Übt zu Hause “aussprechen lassen!”, damit dein Kind nicht ständig die Erfahrung macht “ermahnt” zu werden. Dann fällt es deinem Kind in der Schule leichter, abzuwarten.
6. Unterstütze dein Kind bei der Organisation. Überprüft gemeinsam die Schultasche, das Mäppchen, damit es sich in der Schule sicher fühlt und es alles dabei hat.
7. Bereite dein Kind auf Trennung vor und gib ihm Strategien an die Hand, wie sich seine Angst wieder beruhigt (atmen, an Mama denken, ein Kuscheltier, weinen etc.)

 

Erst wenn ein Kind in der Schule einen zweiten sicheren Hafen hat, ist es emotional in der Lage WIRKLICH zu lernen!

So oft höre ich:

“Da muss das Kind jetzt halt durch!”
“Da muss man halt mal Druck machen!”
“Da helfen nur Konsequenzen!”

So sehe ich das absolut nicht! Solange ein Kind emotional leidet und z.B. Trennungsängste hat, sollte immer das erste Ziel sein das Kind emotional zu stärken.
Erst danach kann wieder der Blick darauf gerichtet werden, wie das Kind besser lernen kann.

Die emotionale Stabilität eines Kindes ist die Voraussetzung für gelingendes Lernen!
Bitte, bitte, bitte! Nehmt also den Druck raus, wenn ein Kind leidet oder Angst hat. Danach findet es immer wieder Wege Lernstoff nachzuholen.

 

Jedes Kind möchte ES SCHAFFEN!

Ziel ist es in der Schule nicht, alle Herausforderungen aus dem Weg zu räumen, sondern das Kind so zu unterstützen, dass es AUSHALTEN KANN aus seiner Komfortzone herauszugehen.

Auch wenn ein Kind sich nicht traut, etwas zu tun kann ein liebevoller Schubser Gold wert sein, anstatt das Kind in seiner Hilflosigkeit zu lassen und ihm darüber ein Erfolgserlebnis zu nehmen.

Ein Beispiel. Meine Kinder tragen regelmäßig Gedichte auswendig vor, weil sie darüber sehr viel Lernen. Sie lernen Sprache, sich vor andere hinzustellen, das Lampenfieber zu überwinden, sich vor andere auszudrücken usw.

Es gibt Kinder, die hier richtig Angst haben und es ist meine Aufgabe und auch die Aufgabe der Eltern, dem Kind so zu helfen, dass es die Angst überwinden kann.

Diese Formulierungen helfen:
1. Du bist gerade nicht bereit. Sag mir wenn du soweit bist.
2. Kann es sein, dass du es schaffen möchtest? Denk mal an das Gefühl danach? Wie stolz du dann auf dich bist?
3. Würde es dir helfen, wenn du es zuerst nur mir allein vorträgst und wenn du das geschafft hast schauen wir weiter.
4. Wäre es am Platz einfacher für dich?
5. Würde es dir helfen, wenn wir alle so tun, als würden wir gar nicht zuhören?
6. Möchtest du es vielleicht nur vor deinen Freunden vorsagen?

Bisher habe ich noch immer eine Lösung gefunden, damit das Kind es SCHAFFEN konnte. Es ist meine Verantwortung diese Umgebung als LehrerIn zu schaffen.

WAS HILFT DEINEM KIND IN DER SCHULE HERAUSFORDERUNGEN ZU MEISTERN?
Schreib es gerne in die Kommentare!

 

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Deine Martina

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