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Du hast mehrere Kinder und möchtest ihnen so gerne gerecht werden? Du wünschst dir eine liebevolle Geschwisterbeziehung und fragst dich, wie du hier begleiten kannst?

Dann hilft dir hoffentlich mein neuer Blogbeitrag weiter.

5 Jahre lang war ich in der Geschwisterforschung und habe mich intensiv mit der Geschwisterbeziehung auseinandergesetzt. Die Paarbeziehung und auch die Eltern-Kind-Beziehung stehen mit der Geschwisterbeziehung in einem direkten Wechselspiel und sie beeinflussen sich gegenseitig.

 

Deine innere Haltung gegenüber Rivalität unter Geschwistern

Geschwister suchen einander nicht aus. Je ähnlicher sie sich sind (Geschlecht, Alter, Charakter etc.), desto mehr müssen sich Kinder voneinander abgrenzen, um ihren individuellen Platz im sozialen Umfeld zu finden (Identifikationsprozesse).

Es gibt also wirklich kaum Geschwisterbeziehungen, in denen Rivalität, Hass und Eifersucht nicht vorkommen. Für dich als Mama/Papa ist es vielleicht trotzdem sehr schwer diese Gefühle und damit einhergehende Verhaltensweisen zu akzeptieren. Viele Eltern begleite ich bei diesem Thema, um einen Umgang mit Geschwisterkindern zu finden, der selbst weniger Stress, Angst und Druck auslöst und darüber die Geschwisterbeziehung stärkt.

Du bist vielleicht selbst Einzelkind und kennst Streit unter Geschwistern überhaupt nicht? Du kennst “gefühlt” nur Geschwisterkinder aus bekannten Familien, die sich lieben und wenig streiten? Du bist selbst sehr harmoniebedürftig und es werden durch die Rivalität unter deinen Kindern starke Gefühle getriggert, wie z.B.:

1. Ohnmacht
2. Hilflosigkeit
3. Versagensangst
4. Verzweiflung
5. Verlustangst

Falls es dich beruhigt: Meine Arbeit in der Beratung zeigt mir, dass zahlreiche Geschwisterkinder “sich die Köpfe einschlagen“, sich mit schlimmsten Schimpfwörtern beschimpfen (sobald sie diese von der Peergroup lernen), sich hassen und alle Gefühle am Geschwisterchen “ausleben”.

Ab wann diese Rivalität belastend für Geschwisterkinder wird und wie du hier klar und liebevoll begleiten kannst, erfährst du weiter unten im Beitrag.

 

Reflexion FÜR DICH & deine innere Haltung

• Kennst du selbst Gefühle von Eifersucht, Neid und Hass gegenüber Menschen?
• Kannst du selbst diese starken Gefühle bei dir akzeptieren, ohne dich dafür zu verurteilen?
• Kannst du deine Kinder mit ihren Gefühlen annehmen, ohne sie dafür zu verurteilen?
• JEDES GEFÜHL (ausgelöst durch ein Geschwisterchen) DARF SEIN. Lässt du deine Kinder damit sein?

Starke Sätze für deine innere Haltung:
• “Ich weiß, dass hinter deiner Eifersucht eine große Angst steht, nicht genug gesehen und gehört zu werden. Ich begleite dich bei deinem Gefühl und helfe dir, Wege zu finden mit diesen Gefühlen umzugehen!”
• “All deine Gefühle gegenüber deinem Geschwisterchen dürfen sein! Ich verzichte darauf, Erwartungen zu haben, wie du gegenüber deinem Geschwisterchen fühlen sollst.”

 

Natürliche Rivalität in der Geschwisterbeziehung

Meine Forschungszeit und die Befragungen von über 600 Grundschulkindern sowie zahlreichen erwachsenen Geschwisterkindern prägten zwei Begriffe, die ich für RIVALITÄT UNTER GESCHWISTERN sehr zutreffend finde:

1. NATÜRLICHE RIVALITÄT:
Von natürlicher Rivalität spreche ich, wenn deine Kinder sich zwar oft streiten, eifersüchtig sind und sich auch manchmal beschimpfen oder schlagen, sie gleichzeitig in anderen Situationen zusammenhelfen, miteinander spielen, sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind. Eine Ausgewogenheit ist also beobachtbar, worüber die Rivalität keine Belastung für die Beziehung darstellt.

2. UNNATÜRLICHE RIVALITÄT:
Von unnatürlicher Rivalität spreche ich, wenn Kinder durch so viel Streit, Hass und Rivalität kaum wieder zueinander finden und sich voneinander distanzieren.
In diesen Fällen empfehle ich Eltern dringend professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da nur die engen Bezugspersonen im Kindheitsalter etwas bewirken können.
Im Erwachsenenalter begleite ich Geschwister ebenso, um wieder zueinander zu finden.

 

Was kannst du tun, wenn deine Kinder sich streiten?

1. Versuche dich erst einzumischen, wenn du deine Kinder schützen möchtest. So gibst du ihnen die Chance, selbst nach Lösungen zu suchen!
2. Sorge für Distanz, damit sich beide wieder beruhigen können! Bei kleineren Kindern bedeutet das liebevolles und bestimmtes Umlenken.
3. Sprich mit beiden Kindern zunächst einzeln und nimm dabei ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst (ab ca.3,5 Jahre).
4. Sprecht darüber gemeinsam darüber, wie sich Beide gefühlt haben
5. “Was könntet ihr beim nächsten Mal tun, wenn…!”

Übt in Rollenspielen, wie Streit gelöst werden kann.
Mache deutlich, welche Werte in eurer Familie wichtig sind und warum du bestimmte
Verhaltensweisen beim Streiten nicht akzeptieren kannst.

 

Die Geschwisterbeziehung stärken – 7 Tipps

Wie es dir gelingt, die Beziehung deiner Geschwisterkinder zu fördern:
1. Lebe in deiner Partnerschaft eine konstruktive Lösung von Konflikten vor. Sprecht offen vor den Kindern über Gefühle und unerfüllte Bedürfnisse und sucht gemeinsam vor den Kindern nach Kompromissen.
2. Finde heraus, welche Sprache der Liebe dein Kind spricht und versuche deine individuellen Kinder darüber zu sehen und zu hören.
3. Schaffe Raum für gemeinsame Interessen und Beschäftigungen, damit deine Kinder gemeinsam ins Tun kommen.
4. Sorge für ausreichende Rückzugsräume und halte deine Kinder sinnvoll “beschäftigt”. Langweile und “sich nicht gebraucht” fühlen führt nicht selten zu Streit unter Geschwistern.
5. Lebe einen liebevollen und achtsamen, fürsorglichen und kooperativen Umgang in der Eltern-Kind-Beziehung vor.
6. Zeige Wege auf, wie deine Kinder mit Eifersucht & Hass etc. umgehen können. Hör genau hin, wenn dein Kind Gefühle äußert.
7. Zeige Grenzen, wenn deine Kinder durch ihr Verhalten gegen wichtige Werte in der Familie verstoßen.

 

Bevorzugung unter Geschwistern vorbeugen – 7 Tipps

Ein zentraler Fokus meiner Forschungsarbeiten lag auf dem Thema der “Ungleichbehandlung von Geschwistern.”

Um keine unnatürliche Rivalität durch elterliches Verhalten zu schüren und Ungleichbehandlung vorzubeugen, kannst du auf folgende Verhaltensweisen in der Elternschaft verzichten:

1. Verzichte auf Vergleiche (Nimm dir mal ein Beispiel an deiner Schwester!”)
2. Verzichte auf Rollenzuschreibungen (z.B. er ist klug, sie ist sportlich).
3. Geschlechtertypische Erziehung vermeiden (Mädchen dürfen nur mit Puppen spielen, Jungs nicht weinen).
4. Suche die Sprache der Liebe deines Kindes (Welche Form von Liebe braucht dein Kind in welcher EW-Phase)?
5. Arbeite die Themen, die du mit deinen Geschwistern hast auf und finde Frieden! Verzeihe, damit du keine Verletzungen auf deine Kinder überträgst.
6. Nimm “Andersartigkeit” an. Wenn dich ein Kind stark triggert, hole dir gerne professionelle Hilfe, damit du dieses Kind nicht benachteiligst.
7. Suche nach dem Schatz in JEDEM deiner Kinder, auch wenn er für dich manchmal tief verborgen scheint.

WICHTIG: Jedes Kind fühlt sich mal benachteiligt und wird das auch bestimmt in der ein- oder anderen Situation zum Ausdruck bringen. Deswegen hast du noch lange nichts “falsch” gemacht und dein Kind nimmt dadurch auch keinen Schaden.
Wichtig ist nur, diese “Beschwerden” nicht kleinzureden, sondern auf das Gefühl dahinter einzugehen und dein Kind ernst zu nehmen.

 
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Deine Martina

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