GEWALTFREI GRENZEN ZEIGEN: Ebook, Workbook und mehr!

In diesem Beitrag geht es um das Thema “Eltern als Team”.

Ich wünsche mir von Herzen für dich und euch als Paar, dass ihr einen gemeinsamen Weg findet und euch gegenseitig unterstützt.

Dafür ist es manchmal wichtig Werte der Herkunftsfamilien zu überdenken und gemeinsame Familienwerte zu finden. Dabei geht es darum, wie ihr es schafft, dass die Bedürfnisse aller Familienmitglieder berücksichtigt und erfüllt werden können.

Häufig ist das leichter gesagt, als getan und ich möchte euch diese Woche dabei helfen, Strategien zu finden, wie ihr euch gegenseitig in der Elternschaft entlasten könnt.

Außerdem möchte ich ansprechen, wie getrennt lebende Eltern auch weiterhin als Team eine friedvolle Elternschaft leben können und ebenso, was alleinerziehende Eltern tun, wenn sie komplett auf sich allein gestellt sind.

 

“Mein Partner unterstützt mich nur, wenn ich klare Ansagen mache! Das muss doch spüren, was ich brauche.”

Immer wieder erzählen mir meine Klientinnen in den Beratungen davon, dass Ihre Männer sie zwar unterstützen, jedoch nur dann, wenn sie wirklich konkrete Arbeitsaufträge erhalten.

Der Tag mit den Kindern war besonders anstrengend. Du hast den gefühlt 10. Wutausbruch begleitet und du brauchst einfach nur etwas Ruhe?

Auf die Nachfrage des Partners, ob er nach diesem anstrengenden Tag doch zu Hause bleiben solle, anstatt zum Sport zu gehen, antwortest du vielleicht trotzdem mit: “Ne, du kannst schon gehen!”.

In dir drin ist trotzdem der große Wunsch nach Entlastung und Unterstützung, nur ist es so unendlich schwer, das zu formulieren.

Am schönsten wäre es dann, wenn der Partner genau das spürt und sagt: “Ach komm, ich bleibe da und unterstütze dich. Dann kannst du dich ausruhen!”

Schließlich möchtest du, dass er dich “aus sich heraus” völlig freiwillig unterstützt und am liebsten wäre es dir, dass du es erst gar nicht danach Fragen musst.

Er geht vielleicht dann trotzdem zu Sport, kommt nach Hause und versteht die Welt nicht mehr, warum du sauer, enttäuscht oder traurig bist.

Vielleicht ärgerst du dich dann auch noch über dich selbst, dass du nicht klarer warst? Gleichzeitig bist du zu stolz, da du gelernt hast, immer für alles die Verantwortung zu tragen?

Ich möchte unter keinen Umständen verallgemeinern, da ich auch viele Familien kenne, in welchen dieses Thema keine Rolle spielt.

Kommt dir das bekannt vor oder hast du bereits Anregungen, um mehr Unterstützung vom Partner zu bekommen?

 

Warum übernehme ich als Mama eigentlich “immer” die ganz Verantwortung?

Sollte dieses Thema ein Thema sein, das dich beschäftigt, hilft es dir vielleicht einen Blick in die Herkunftsfamilie deines Mannes zu werfen.
Oft werden diese Modelle ganz unterbewusst auf die eigene Familie übertragen.

Fällt es dir schwer, klar zu äußern, was du fühlst und brauchst? Dann schau auch gerne mal darauf, ob deine eigene Mama dir vorgelebt hat, für sich einzustehen? Falls nicht, hab Verständnis für dich selbst und lerne deshalb langsam Schritt für Schritt mehr und mehr für dich zu sorgen.

Kann es sein, dass dir selbst das Bedürfnis nach Fürsorge und Sicherheit erfüllst, indem du besonders gern die Verantwortung für alles übernimmst?
Dann ist es mit diesem Bewusstsein vielleicht leichter für dich?

Sollte dir also die Unterstützung fehlen, möchte ich dich zu einer Übung einladen, beantworte dafür folgende Fragen:

1. Welches Muster in eurer Beziehung würdest du gerne verändern, damit ihr als Eltern mehr und mehr ein Team werdet?
2. Was hält dich und euch davon ab?

 

Forschungsergebnisse: Wie Mütter und Väter die Bindungsentwicklung stärken

Die Forscherin Frau Grossmann untersuchte die Rolle von Mutter und Vater bei der Bindungsentwicklung und konnte Folgendes beobachten:

Mütter beeinflussen die Bindungsentwicklung häufig positive über feinfühliges Verhalten beim Umgang mit Gefühlen, wohingegen Väter häufig durch aktives Spielverhalten, “Quatsch machen” und Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder die Bindungssicherheit positiv beeinflussen.

Bindungsforscher sind sich einig, dass es Kinder deshalb stark von dieser gemeinsamen Elternschaft profitieren können.
Während Mütter manchmal dazu neigen, Kindern Herausforderungen aus dem Weg zu räumen und unangenehme Gefühle für das Kind zu “vermeiden”, unterstützten viele Väter dagegen den Explorationsdrang und ermutigen eher, einfach mal “etwas auszuprobieren”, anstatt klare Handlungen vorzugeben.

Untersuchungen zufolge wirkt sich feinfühliges Verhalten der Mutter positiv auf das Bindungsverhalten aus und das feinfühlige Verhalten des Vaters positiv auf das Explorationsverhalten.

Vielleicht gelingt es dir mit Blick auf diese Ergebnisse zu erkennen, welchen ANDEREN TEIL dein(e) PartnerIn einbringt.

 

Eltern als Team – 11 Tipps

1. Lerne mehr und mehr klar zu sagen, welche Form von Unterstützung du konkret benötigst.
Sage z.B. klar: “Ich bin müde und brauche heute noch 30 Minuten Schlaf. Würdest du mich dabei unterstützen?”

2. Unterstützt euch gegenseitig und nehmt euch die Dinge ab, die jeweils dem anderen leichter fallen.
Bsp.: Dein Kind putzt lieber mit Papa Zähne? Dann macht es euch hier leicht und besteht nicht unnötig auf eine strikte Abwechslung.

3. Wertschätzt eure jeweiligen Stärken. Bsp.: “Ich bin wirklich erleichtert, dass….. Das war eine große Unterstützung für mich!”

4. Helft euch gegenseitig und fragt nach: “Brauchst du noch Unterstützung? Was genau kann ich dir noch abnehmen?”

5. Verzichtet auf Kritik und Vorwürfe und formuliert unerfüllte Bedürfnisse in Ich-Botschaften.
Bsp.: Ich schaffe die Nächte gerade nicht mehr allein. Irgendwie brauchen wir eine neue Lösung. Wie können wir das schaffen?”

6. Habe Mut Verantwortung abzugeben und Vertrauen, dass “anders” auch förderlich für dein Kind ist. Dein Kind lernt darüber “andere” Dinge, die auch wichtig für die Entwicklung sind.

7. Unterschiedliche Erziehungsvorstellungen: Verbesserungen oder starkes Eingreifen schaden häufig einem Teamgedanken. Versuche nur im Notfall einzugreifen und sprich danach in Ruhe mit deinem Partner, was dir wichtig ist. Sprich auch mit deinem Kind darüber, wenn z.B. Papa sehr sauer war und nimm die Verantwortung von deinem Kind.
Bsp.” Papa war da überfordert. Er hat dich trotzdem genauso lieb, wie vorher.”

8. Führe dir immer wieder vor Augen, dass es nicht um eine 100 Prozent gleichberechtigte Aufteilung von Aufgaben geht, sondern um gegenseitige Unterstützung. Nutzt hier eure Stärken, so dass jeder das tun kann, was ihm leicht fällt.

9. Setzt euch ca. alle 2 Monate zusammen und findet neue Aufteilungen. Neue Phasen brauchen veränderte Aufteilung und Verteilung.

10. Unterstützt euch in Phasen, wenn einer von Beiden viel Stress hat und achtet gleichzeitig auf Ausgewogenheit, damit hier kein Muster entsteht.

11. Gebt Aufgaben ab, die euch beide Stressen (Bsp. Haushaltshilfe, Hilfe durch Großeltern etc.). Überforderung macht weniger großzügig.

Falls du noch mehr Impulse möchtest, Carsten von @vaterverantwortung spricht mit mir in einem Live Talk über die Rolle der Väter in unserer Gesellschaft und wie es euch gelingt, beim Begleiten eurer Kinder als Team zu handeln.

>>Hier geht’s zum Live Talk

 
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Ich freue mich sehr auf dich!
Deine Martina

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