GRATIS FÜR DICH: E-Book, Workbook und Formulierungshilfen zum Thema: Gewaltfrei Grenzen zeigen

Dir fällt es schwer für dich einzustehen und dich klar abzugrenzen, wenn deine inneren Grenzen überschritten werden? In meinen Beratungen erlebe ich ganz oft Mamas oder Papas, die sich mehr Klarheit über ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und inneren Grenzen wünschen.

Gerade in deiner Elternschaft ist es von besonderer Bedeutung – auch für die Entwicklung deines Kindes – dass du durch die Klarheit deiner inneren Grenzen für dich einstehen und sorgen lernst. Deshalb möchte ich dir in diesem Blogbeitrag zeigen, wie du in 5 Schritten mehr zu deinen inneren Grenzen kommen kannst: von Ursachen erkennen bis hin zu innere Grenzen zum Ausdruck bringen können.

 

Schritt 1: Ursachen erkennen

Folgende Ursachen können dazu führen, dass du deine eigenen inneren Grenzen selbst nicht wahrnehmen kannst und entsprechend auch nicht zum Ausdruck bringen kannst:

  • Deine Bedürfnisse wurden in deiner Kindheit nicht gesehen oder ernst genommen. Du wurdest zum Funktionieren erzogen und solltest immer erst darauf achten, dass es anderen gut geht.
  • Du musstest Verantwortung übernehmen für die Bedürfnisse der anderen, um deine Bezugspersonen zu “entlasten”.
  • Dein Wille wurde durch sehr autoritäres Verhalten deiner Bezugspersonen “gebrochen” und du hast darüber gelernt, dass deine Grenzen nicht geachten werden.
  • Du hast gelernt, dass deine negativen Gefühle nicht sein dürfen und verdrängst sie deshalb. So fehlt dir auch dein “Alarmsystem”, das dich auf unerfüllte Bedürfnisse hinweist.
  • Deine Eltern waren sich selbst nicht klar über ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen, worüber dir die Orientierung und Führung gefehlt hat.

ERKENNST DU EINE ODER MEHRERE URSACHEN BEI DIR WIEDER? Dann hast du vielleicht auch eine der folgenden Kompensationsstrategien entwickelt.

 

Schritt 2: Erkenne deine Kompensationsstrategien!

Du liest viel über Gefühle und weißt vielleicht auch, wie wichtig es ist, diese zu benennen? Diese Erkenntnis ist zwar wichtig. Trotzdem fällt es dir vielleicht schwer, dich im Alltag mit deinen Gefühlen zu verbinden und diese im Alltag ernst zu nehmen.

Du spürst z.B. ein komisches Grummeln im Bauch, es drückt dich etwas oder du hast ein “ungutes Bauchgefühl”? Gleichzeitig übergehst du dieses Gefühl, nimmst es nicht ernst und lenkst dich ab oder kompensierst, damit du weiter Funktionieren kannst?

Erkenne deine Kompensationsstrategie, die du anwendest, um deine Gefühle wegzuschieben:

1) Übertriebene Handy- & Mediennutzung
2) Essen anstatt Gefühle wahr und ernst zu nehmen
3) Rauchen oder Alkohol, um das Gefühl “leichter” werden zu lassen
4) sich in Arbeit stürzen
5) einen Schuldigen suchen, der für deine negativen Gefühle verantwortlich ist
6) Konsumverhalten
7) übertriebener Sport und Körperkult
8) den Körper und die eigene “Schönheit” kontrollieren
9) sich mit anderen Handlungen von den eigenen Gefühlen ablenken
10) sich “überfürsorglich” um andere kümmern
11) in allem perfekt sein

KOMMT DIR EINE ODER MEHRERE KOMPENSATIONSSTRATEGIE(N) BEKANNT VOR? Dann kann dir mein nächster Impuls vielleicht helfen, damit du deine Gefühle nicht mehr wegschiebst.

 

Schritt 3: Nimm deine Gefühle wahr und ernst!

In diesem Schritt möchte ich dir Strategien zeigen, die dir helfen, dich im Alltag immer wieder mit deinen Gefühlen zu verbinden und diese “da sein zu lassen”:

  • Atme liebevoll zu einem Gefühl hin und nimm es darüber wahr.
  • Benenne das Gefühl und sprich es aus.
  • Ziehe dich kurz in dir zurück und schenke deinem Gefühl Aufmerksamkeit.
  • Drücke dein Gefühl über Bewegung, Schreien, Singen, Atmen usw. aus.
  • Richte den Blick auf dein inneres kleines Kind in dir und stell dir vor, wie du es tröstest.
  • Tue nichts außer in dich reinzuschauen und deine Körper bewusst zu entspannen
  • Lass die Stellen an deinem Körper bewusst los, die schmerzen oder eng sind.
  • Gib dem Gefühl ein Bild, eine Farbe oder eine Gestalt und lade die Gestalt liebevoll ein, sich auszuruhen (Bsp. Das Wutmonster auf dem Liegestuhl)

SUCHE DIR EINE ODER MEHRERE DIESER STRATEGIEN AUS UND PROBIERE SIE AUS, WENN DU DICH DAS NÄCHSTE MAL BEWUSST MIT DEINEN GEFÜHLEN VERBINDEN MÖCHTEST. Dann kannst du auch im nächsten Schritt leichter nach dem Auslöser deiner Gefühle suchen.

 

Schritt 4: Suche nach dem Auslöser deiner Gefühle!

Egal wie – Gefühle haben ihre Berechtigung und sie möchten uns etwas sagen. Sie sind wie Botschafter, die uns darauf hinweisen, dass wir für uns sorgen dürfen.

Stell dir folgende Fragen, wenn du Gefühle spürst:

1) Ist das gerade ein altes Gefühl aus meiner Kindheit das getriggert wird? Wie kann ich mich beruhigen und mir zeigen, dass ich in Sicherheit bin?

2) Sind gerade Grundbedürfnisse nicht erfüllt (Schlaf, Hunger, Bewegung etc.), für die ich sorgen darf durch Unterstützung von außen?

3) Triggern Menschen, die mich umgeben meine Gefühle? Meine Kinder, mein Partner? Was kann ich tun, damit diese Menschen meine inneren Grenzen wahrnehmen?

4) Habe ich Erwartungen, die mein Gegenüber gar nicht kennt oder erfüllen kann, weil ich sie nie klar zum Ausdruck gebracht habe? Sind diese Erwartungen an mein Gegenüber angemessen oder zu hoch, worüber ich ständig enttäuscht werde?

WELCHE DIESER FRAGEN MÖCHTEST DU DIR STELLEN, WENN DEINE GEFÜHLE DICH AUF INNERE GRENZEN HINWEISEN? Behalte sie im Kopf und versuche sie in Situationen, wenn du Gefühle spürst, zu beantworten. So kommst du einen wichtigen Schritt näher, deine inneren Grenzen erkennen zu können.

 

Schritt 5: Bringe deine innere Grenze zum Ausdruck

Folgende Formulierungen helfen dir dabei, klar und vorausschauend dafür zu sorgen, dass deine inneren Grenzen nicht ständig überschritten werden.

WICHTIG! Bitte gehe nicht davon aus, dass dein Gegenüber diese Grenze direkt spürt oder erkennt, wenn du diese sanft zum Ausdruck bringst. Oft braucht es hier zahlreiche Wiederholungen und VIEL BESTIMMTHEIT, KONSEQUENZ UND DURCHHALTEVERMÖGEN, damit andere Menschen für deine inneren Grenzen sensibilisiert werden.

Hier sind 9 Formulierungshilfen für dich:

1) Hier bräuchte ich Unterstützung. Mir wird das sonst zu viel. Wärst du bereit mir hier zu helfen oder sollen wir gemeinsam nach einer anderen Lösung suchen?

2) Verlässlichkeit ist mir wichtig. Wäre es dir beim nächsten Mal möglich, mich hier zu unterstützen?

3) Mir ist das jetzt gerade zu viel und brauche Ruhe, weil ich mir wünsche, dass wir freundlich miteinander umgehen.

4) Jetzt reicht‘s mir gerade! Lass uns später in Ruhe darüber sprechen. Erstmal möchte ich mich um mich kümmern.

5) Ich bin gerade etwas enttäuscht, weil mir xy total wichtig ist. Du hast xy (wertfrei) beschreiben.

6) Mir wird gerade klar, dass ich mir xy gewünscht hätte. Vielleicht habe ich das nicht klar zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig ärgere ich mich deswegen.

7) Stopp! An der Stelle ist meine Grenze. Lass uns gerne später nochmal in Ruhe darüber sprechen. Gerade brauche ich Ruhe.

8) Ich bin gerade total überfordert, weil ich xy brauche. Ich kümmere mich um mich.

9) Bist du gerade sauer und brauchst xy? Auch ich bin xy, weil mir Augenhöhe wichtig ist.

Diese Formulierungen helfen dir dabei, dafür zu sorgen, dass du deine inneren Grenzen zum Ausdruck bringst und sie in Zukunft nicht ständig überschritten werden.

 

Dein persönliches Ziel, um für dich einzustehen

Ich hoffe sehr, dass dir einige dieser Impulse helfen, dich auf deinem Weg so zu stärken, dass du ab sofort vorausschauend und klar für deine inneren Grenzen einstehen möchtest.

Schreib mir gerne in den Kommentaren:

IN WELCHEN SITUATIONEN MÖCHTEST DU AB SOFORT VORAUSSCHAUEND UND KLAR FÜR DEINE INNEREN GRENZEN EINSTEHEN?
FORMULIERE FÜR DICH GANZ KLAR, WAS DU FÜR DICH TUN MÖCHTEST!

 

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Ich freue mich sehr auf dich!

Deine Martina

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