1. Ein positives Körperbild vorleben: Beschweren Sie sich nicht über Ihren eigenen Körper und die Kilos zu viel, die Sie selbst stören. Diese Verhaltensweise kann sich auf Ihre Kinder übertragen.
  2. Ein positives Körperbild vermitteln: Sagen Sie Ihrem Kind, dass ihr Körper so wie er ist schön und gut ist. Insbesondere Mädchen brauchen diese Bestätigung von Seiten Ihres Vaters. Ein Grund für eine verschobene Körperwahrnehmung kann nämlich insbesondere im Jugendalter die fehlende Bestätigung von außen sein.
  3. Diäten vermeiden: Diäten suggerieren Ihrem Kind, dass Sie selbst mit Ihrem Körper und sich unzufrieden sind. Essen Sie stattdessen gesünder und ausgewogen, um störende Kilos loszuwerden. Das Abnehmen sollte jedenfalls kein dauerhaftes und zu einnehmendes Thema in Ihrer Familie sein. So leben Sie nämlich Ihrem Kind vor, dass sich der Wert eines Menschen über schlank sein definiert.
  4. Häufiges wiegen vor den Kindern vermeiden: Wenn die Waage in Ihrer Familie zu präsent wird und die Beschwerden über zugenommene Kilos vor den Kindern zu häufig werden, kann das Thema Essen negativ besetzt werden.
  5. Regelmäßige Essenszeiten und gemeinsames Essen: Mindestens eine gemeinsame Mahlzeit mit der Familie am Tag, gibt Ihrem Kind einen sicheren Rahmen vor und kann als festes Ritual im Alltag als Orientierung gelten.
  6. Kein Streit oder unangenehme Gespräche beim Essen: Sorgen Sie für eine positive und angenehme Atmosphäre beim Essen, damit Ihr Kind Essen mit etwas Positivem verbindet und zwanglos zu den geregelten Mahlzeiten erscheinen möchte. Insbesondere Fehlverhalten der Kinder sollte nicht beim Essen angesprochen werden.
  7. Gemeinsam gesund Einkaufen und Kochen: Einkaufen, kochen und die gemeinsame Planung von Mahlzeiten kann Spaß machen und stärkt den familiären Zusammenhalt, das Verantwortungsgefühl sowie die positive Einstellung zum Essen.
  8. Gesunde Zwischenmahlzeiten: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind die Möglichkeit hat, sich gesunde Zwischenmahlzeiten leicht zubereiten zu können oder stellen Sie diese bereit.
  9. Süßigkeiten in Maßen erlauben: Vermitteln Sie Ihrem Kind ein Bewusstsein für eine gesunde Menge an Süßigkeiten und helfen Sie ihm dabei, diese gesund zu dosieren. So kann z.B. als Gewohnheit eingeführt werden, dass Kinder nach dem Mittagessen etwas Süßes bekommen.
  10. Ausgewogen und gesundes Essen vorleben: Schärfen Sie bei Ihrem Kind das Bewusstsein für eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die somit zur Gewohnheit werden kann.
  11. Schönheitsideale in den Medien gemeinsam hinterfragen: Thematisieren Sie mit Ihren Kindern in Gesprächen, welche unrealistischen Vorstellungen eines „schönen Körpers“ durch die Medien vermittelt werden.
  12. Keine Bestrafung oder Belohnung durch Essen: Verwenden Sie z.B. den Entzug von Süßigkeiten auf keinen Fall als Erziehungsmaßnahme.
  13. Viel Bewegung in den familiären Alltag einbauen: Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind ausreichend bewegt und seien Sie dabei selbst Vorbild. So nehmen Sie mit Ihren Kindern z.B. die Treppen statt den Aufzug.
  14. Positive Streitkultur in der Familie fördern: Jedes Familienmitglied sollte in Ihrer Familie seine Meinung angemessen äußern dürfen. Insbesondere Sie als Eltern in der Partnerschaft sind dabei Vorbild für Konfliktfähigkeit. Schließen Sie z.B. auch in Anwesenheit Ihrer Kinder Kompromisse, entschuldigen Sie sich und zeigen Sie Ihren Kindern, wie man gemachte Fehler wieder gut machen kann. Unterdrückte Bedürfnisse können nämlich dazu führen, diese über Hungern oder übermäßiges Essen zu kompensieren.
  15. Negative Gefühle von Kindern annehmen: Akzeptieren Sie nicht nur, wenn Ihr Kind traurig ist, sondern auch, wenn es verärgert oder wütend ist und zeigen Sie ihm, dass diese Gefühle in Ordnung sind und wie man mit Ihnen umgehen kann. So lernt Ihr Kind mit negativen Gefühlen umzugehen und diese nicht durch Hungern oder übermäßiges Essen zu unterdrücken