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Kinder brauchen Rituale, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Sie entwickeln sich so schnell und nehmen jeden Tag unzählige neue Eindrücke auf – da ist es wichtig, dass dein Kind sich an immer wiederkehrenden Abfolgen orientieren kann, die ihm Freude machen.

Vielleicht erinnerst du dich selbst mit einem warmen Gefühl an bestimmte Rituale in eurer Familie zurück. Diese Erinnerungen stärken dich auch heute noch ganz unbewusst und schenken dir das Gefühl von Vertrauen und Selbstsicherheit.

Egal, ob es sich dabei um gemeinsame Zeit beim Tee oder bei der heißen Schokolade am Nachmittag, den Pizza-Abend oder den Spielplatzbesuch nach dem Mittagsschlaf handelt – es werden durch widerkehrende Rituale Bindungs- und Glückshormone ausgeschüttet.

Rituale sind somit wichtige Begleiter für Kinder und geben auch dir die Möglichkeit, mit deinem Kind Bindung täglich zu leben.

 

Die Bedeutung von Übersicht und Vorhersehbarkeit für Kinder

Aus der Sicht eines Kindes geben immer wiederkehrende Abläufe Übersicht und Vorhersehbarkeit enorme Sicherheit. Kinder fällt es noch sehr schwer, Dinge zu überblicken und deshalb brauchen sie hier Hilfe durch die Struktur ihrer Bezugspersonen. Darüber weiß dein Kind, dass es sich zum einen auf ein bestimmtes Ereignis freuen und zum anderen darauf einstellen kann.

Es lohnt sich deshalb, Rituale vorhersehbar und klar in eine Tages- oder Wochenroutine einzubauen, OHNE diese als zusätzliche ToDos zu betrachten.

Es geht vielmehr um ein grobes Gerüst, das mit Ritualen ausgebaut wird.

Am Sonntagabend könnt ihr euch dann gemeinsam ins Bett kuscheln und darüber sprechen, welche schönen Rituale in der neuen Woche wieder vorkommen (z.B. der Besuch von Oma am Samstag). Jeden Morgen könnt ihr dann beim Frühstück gemeinsam die Abfolge des Tages durchgehen. Kleinkindern helfen hier auch kleine Bildkarten, die bestimmte Abläufe visualisieren. Stellt euch dann gemeinsam vor diese Bildkarten oder Tafeln und zeigt, wer z.B. heute das Kind aus der KiTa abholt und was ihr am Nachmittag vorhabt.

So schafft ihr es, Rituale mit einer klaren Orientierung für dein Kind zu verbinden.

 

Rituale für Übergangssituationen:

Sprich z.B. Reime, kleine Gedichte, Singspiele oder Fingerspiele mit deinem Kind und schau dich hierzu mal bei YouTube um, was euch gefällt.

Nutzt diese kleinen Rituale z.B. in Übergangssituationen wie z.B. beim Anziehen, Wickeln, vor der Verabschiedung, zum Wiedersehen, vor dem Einschlafen.

Einige Ideen habe ich hier mal konkret für einen Tag für dich zusammengetragen:

  1. Morgenritual: Guten-Morgen-Lied, Kuscheln im Bett, kurz erzählen, was das Kind heute erwartet, Kuscheltier weckt das Kind auf
  2. Badritual: Sprüche, Lieder und Reime zum Zähneputzen, Waschen und Eincremen (z.B. Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht)
  3. Abschiedsritual: spezielles, witziges Abschiedsritual (z.B. „Nasenkuss!)
  4. Begrüßungsritual: auf Augenhöhe freudig umarmen, in die Luft heben etc.
  5. Gemeinsame Mahlzeiten: Ritual zum Tischdecken/Kochen mit Musik/Lied, Sprüche vor dem Essen, klare Aufgabenverteilungen
  6. Abendritual: klare ruhige Abfolgen zur Vorbereitung der Nachtruhe, Geschichten, Kuscheln, Licht dimmen, Gute-Nacht Kuss etc.

 

Lass dein Kind gerne mitbestimmen

Sucht gerne gemeinsam nach Ritualen, die der gesamten Familie Freude machen oder fragt mal bei Oma und Opa nach, welche Rituale ihr für eure komplette Familie z.B. an Feiertagen übernehmen und zelebrieren möchtet (z.B. das besondere Essen an Weihnachten und die gleiche Abfolge des Tages, wenn jemand Geburtstag feiert).

Kinder genießen es zu sagen: „Wir machen das immer so!“ und es gibt ihnen gleichzeitig Anlass, anderen Menschen von Ritualen zu erzählen.

Oft geht es bei Ritualen um Kleinigkeiten, die Kinder leicht mitbestimmen können. So kann dein Kind z.B. auswählen, welche Geburtstagskerze immer verwendet und angezündet wird oder welches Lied immer vor dem Einschlafen vorgesungen werden kann.

Vorsicht vor Zwang und Pflicht:

Achtet darauf, dass Rituale Leichtigkeit anstatt Zwang und Kontrolle in die Familie bringen. So ist es vielleicht schwer für dich zu akzeptieren, dass dein Teenie an manchen Tagen zum Abendessen nicht zu Hause sein möchte. Findet dann gemeinsam Vereinbarungen, die zur Entwicklung deines Kindes passt und das Autonomiestreben deines Kindes nicht einschränkt.

 

Warum sind Rituale wichtig, um Werte zu vermitteln?

Gerade in unserer schnelllebigen Leistungsgesellschaft gelten Rituale als kleine Achtsamkeitshelfer im Alltag.

Sie helfen dabei, wichtige Werte, die du deinem Kind vermitteln möchtest, vorzuleben. So brauchst du nicht mit erhobenem Zeigefinger ermahnen, dass dein Kind pünktlich zum Essen erscheint, wenn ihr euch nachmittags schon auf den gemeinsamen Pizzaabend freut.

Auch das Einschlafen, Zähneputzen und ins Bett gehen wird viel entspannter, wenn dein Kind hier eine achtsame Routine in Form von Ritualen mit dir erlebt.

Ich hoffe, meine Impulse erinnern dich daran, Rituale für dich und deine Familie zu pflegen und diese als kleine Helfer zu erkennen, wenn es gerade viele Konflikte bei euch gibt.

Schreib mir gerne in den Kommentaren:

WELCHE RITUALE HELFEN EUCH?

 

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