Eltern- & Familienberater-Ausbildung: Debora Lüssi

„Mit dieser Ausbildung habe ich eine neue Berufung gefunden“

Debora Lüssi arbeitete in der Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie, dann wechselte sie in die Pflegeschule, machte die Lehrerausbildung und qualifizierte sich zusätzlich zur Trainerin für Aggressionsmanagement und Deeskalation. Heute unterrichtet sie dieses Modul noch zu 30 % an der Schule und baut nebenher ihre Selbstständigkeit als Eltern- & Familienberaterin auf.

Die Ausbildung an der Bindungs-Akademie zur bindungsorientierten Eltern- & Familienberaterin hat Debora 2025 abschlossen. Im Interview berichtet sie, was sie an der Ausbildung überzeugt hat, über Erfahrungen zur Elternberatungstätigkeit und was sich durch die Bindungs-Akademie an ihrem Leben geändert hat.

Was bietest du als selbstständige Eltern- & Familienberaterin aktuell bereits an?

Debora Lüssi: Ich biete Online-Elternberatungen für Eltern an, die in Not sind oder Fragen zur Erziehung haben. Ein großes Herzensanliegen von mir ist das, weil ich selbst erlebt habe, wie es ist, wenn man Unterstützung braucht und einfach nicht weiterkommt. In der Schweiz hat es bei mir ein Jahr gedauert, bis ich an eine Fachstelle gekommen bin. Ich hätte damals einfach jemanden gebraucht, der mir zuhört und mir Empathie schenkt. Das ist genau das, was wir in der Ausbildung gelernt haben. Ich möchte für Eltern da sein, die nicht mehr weiterwissen und immer wieder vertröstet werden. Einfach ein offenes Ohr haben und vielleicht kleine Schritte im Alltag aufzeigen, die schon eine Veränderung sein können.

Warum hast du die Ausbildung zur Familienberatung an der Bindungs-Akademie gemacht?

Die Themen haben mich sofort angesprochen. Geschwisterpsychologie, Paarpsychologie, Verlust und Ängste, Schlafpsychologie. Das sind so viele verschiedene Inhalte, bei denen ich sofort gewusst habe: Diese Weiterbildung möchte ich für mich machen, damit wir es als Familie leichter haben.

Was hat dir an der Ausbildung besonders gut gefallen?

An erster Stelle steht für mich Martina selbst. Ihre Authentizität, ihre Empathie, ihr Herz, das so sehr für die Sache schlägt. Es war ein Geschenk, sie auch persönlich kennenlernen zu dürfen und von ihrer Fachkompetenz zu profitieren. Daneben ist die Unterstützung durch Martinas Team ausgezeichnet. E-Mails und Fragen werden superschnell beantwortet, selbst dann, wenn man die Ausbildung bereits abgeschlossen hat. Und schlussendlich die Community – alle anderen „Goldies“, also diejenigen, die die Ausbildung auch absolvieren. Wir unterstützen uns gegenseitig, tauschen uns aus und sind füreinander da. Das ist ein riesengroßes Geschenk.

Als zweiten Punkt finde ich den Aufbau der Ausbildung einfach gigantisch. Die Lerninhalte kann man im Selbststudium erarbeiten, und zwar genau dann, wenn man Zeit hat. Gleichzeitig gibt es den wöchentlichen Online-Live-Termin, wo wir Martina persönlich spüren, Fragen stellen und sie authentisch in einer Beratung erleben können. Ich finde das Lernpensum in der Ausbildung sehr ausgewogen. Man kann alles gut umsetzen, auch wenn man sonst sehr beschäftigt ist.

Und drittens: die Aufarbeitung der Themen. Besonders das Innere-Kind-Modul, das Martina extra nachträglich für uns entwickelt hat, weil unsere Fragen und unser Interesse so groß waren. Das zeigt, dass sie wirklich auf die Themen eingeht, die wir einbringen. Die Tiefe, die Wissenschaftlichkeit der Ausbildungsinhalte sind beeindruckend. Es ist nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern eine Kombination aus Wissenschaft und Praxiserfahrung. Ein tolles Paket, alles zusammen.

Gab es in der Ausbildung auch Input von anderen Expert:innen als Martina?

Ja, es gab einige Vorträge von anderen Expert:innen. Ich finde es sehr wertvoll, dass Martina zu Spezialthemen zusätzlich zu ihrer bindungs- und bedürfnisorientierten Perspektive auch externe Fachexpertise reinbringt. Es gab Vorträge zum Beispiel zu Mediensucht, Trauerbegleitung und zu vielen Themen mehr. Dabei bindet Martina auch bewusst Ausbildungsteilnehmer:innen ein. Ich konnte zum Beispiel aus meiner Berufspraxis der Psychiatrie zum Thema Suizid einen Kurzvortrag machen. 

Inwiefern hat sich die Ausbildung an der Bindungs-Akademie für dich gelohnt?

Für mich hat sich die Bindung und Beziehung zu meinen Kindern so stark vertieft! Das darf ich immer wieder spüren. Wo wir jetzt stehen im Vergleich zu vor ein paar Jahren, das sind Welten. Ich finde, jedes Geld der Welt hat sich gelohnt, weil wir jetzt ein ganz anderes Fundament haben und ganz anders miteinander unterwegs sein können. Das ist für mich ein sehr großes Geschenk. Und jetzt habe ich noch die Option, mich selbstständig zu machen. Das ist ein weiteres Geschenk der Ausbildung an der Bindungs-Akademie.

Was hat die Ausbildung verändert, was du so nicht erwartet hättest?

Dass ich eine neue Berufung finde. Das hätte ich wirklich nie gedacht, dass ich mal Elternberatungen anbieten würde. Das war wirklich kein Thema, als ich mich angemeldet habe. Es waren die Inhalte, die mich angesprochen haben, und der Wunsch nach Leichtigkeit im Familienalltag. Und dann hat sich da ein Herzenswunsch entwickelt, der im Laufe der Ausbildung wachsen durfte. Der Wunsch, mit meinem Fachwissen aus der Bindungs-Akademie anderen Eltern helfen zu wollen, und das auch fundiert zu können. Diese neue Berufung ist ein sehr, sehr großes Geschenk.

Das Interview als Video

Du möchtest Debora lieber selbst sprechen hören? Im Video erzählt sie ausführlich von ihrem Weg zur Elternberaterin und ihren Erfahrungen mit der Ausbildung an der Bindungs-Akademie.

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