1. In der Klarheit und Kürze liegt die Würze: Formulieren Sie kurz, was Ihr Kind darf bzw. nicht darf und erklären Sie einmal und logisch warum. (Bsp. Vor dem Essen gibt es nichts Süßes, weil du sonst keinen Hunger mehr hast.)
  2. Warmherzige, aber sehr bestimmte Stimme: Falls Ihr Kind Ihre Ansprache ignoriert, fragen Sie fordernd nach: “ Hast du mich gehört?“ und warten Sie bis Ihr Kind Ihren Anweisungen folgt.
  3. Körperkontakt und Augenkontakt: Schauen Sie Ihr Kind an und berühren Sie es z.B. mit einer Hand leicht an der Schulter, wenn Sie konsequent sein wollen.
  4. Transparente Grenzen setzen und ausstrahlen: Ihr Kind fühlt sich sicher und angeleitet, wenn Sie ruhig und klar Aufforderungen, Anweisungen und Aufgaben formulieren und diese einfordern.
  5. Strukturen im Alltag vorgeben und Vorbild sein: Legen Sie klare Abfolgen im Alltag fest (z.B. Ablauf am Morgen, geregelte Mahlzeiten, Abendritual).
  6. Kein aggressives Drohen: Klären Sie lediglich ruhig über Folgen auf (Bsp. Wenn das Zimmer nicht aufgeräumt ist, zeigen Sie Ihrem Kind noch einmal, wie es geht und setzen Sie klar für die Zukunft eine Grenze. Ihr Kind muss merken, dass es sich nicht lohnt sich nicht an die Regeln zu halten.
  7. Belohnen mit gemeinsamer Zeit: Gemeinsame Unternehmungen sowie beschreibendes Lob und Anerkennung sind weitaus zielführender in der Erziehung als materielle Belohnung. Ihr Kind fühlt sich dadurch angenommen und liebenswert.
  8. Einigkeit über Regeln/ Grenzen in der Partnerschaft: Sprechen Sie sich mit Ihrem Partner genau ab. Ihre klaren gemeinsamen Vorstellungen geben Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit.
  9. Konflikte in der Partnerschaft führen zu einem Kompromiss: Seien Sie vor Ihren Kindern ein gutes Vorbild für die Bewältigung von Konflikten. Damit Kinder konfliktfähig werden, können Sie Ihnen vorleben, wie aus Unstimmigkeiten Kompromisse geschlossen werden können. Lediglich Konflikte über den Erziehungsstil, sollten Sie jedoch vor den Kindern vermeiden, da dies Ihr Kind verunsichert.
  10. Bleiben Sie standhaft: Wenn Kinder zu viel bekommen, von dem was Sie wollen, bekommen Sie zu wenig von dem was Sie brauchen (vgl. Hurrelmann). Wenn Ihr Kind etwas nicht bekommt, lernt es seine eigenen Bedürfnisse viel schneller, durch eigene Anstrengung selbst zu erfüllen. Darüber entsteht durch Selbstwirksamkeit Selbstvertrauen.